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Warum eigentlich Atlassian? Und was macht die Arbeit als Atlassian Consultant bei Meelogic aus?

Ein Interview mit David Friedrich, Atlassian Certified Master bei Meelogic

Was ist ein Atlassian Consultant und warum Atlassian Consultant werden?

Gratulation zu deiner Zertifizierung als Atlassian Certified Master, David! Du hast mittlerweile vier Zertifizierungen des Softwareherstellers Atlassian erhalten und bist als Atlassian Consultant und Delivery Manager in hohem Maße qualifiziert Kunden zu beraten – beispielsweise zu JIRA für ihr Projektmanagement oder zu CONFLUENCE zur Kollaboration und zum Wissensaustausch in ihren Teams.

Fangen wir vorne an: Kannst Du uns in kurzen Worten beschreiben, was ein Atlassian Consultant eigentlich ist? Und was macht einen guten Atlassian Consultant deiner Meinung nach aus?

Zunächst sollte sich ein Atlassian Consultant gut mit den Produkten von Atlassian sowie deren Erweiterungen auskennen. Er oder sie berät Kunden bezüglich der Auswahl, Lizenzierung und Einführung im Unternehmen. Und das Wohl des Kunden steht stets im Fokus. Einen guten Consultant erkennt man glaube ich daran, dass der Kunde (immer) wieder kommt.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Atlassian Consultants denn aus?

Bei Meelogic ist man als Atlassian Consultant überwiegend in Kundenprojekten unterwegs. In der aktuellen Situation funktioniert das zu 100% remote. In normalen Zeiten ist man auch hin und wieder beim Kunden direkt vor Ort. Unsere Leistung erbringen wir dabei immer gemeinsam als Team. Darin liegt auch unsere Stärke. Keiner kann alles wissen, der Unerfahrene lernt dabei vom Erfahrenen – und das hat rein gar nichts mit dem Alter zu tun.

Ich persönlich führe unter anderem Erstgespräche mit potentiellen Neukunden, unterstütze die Angebotserstellung, mache Lizenzberatung, moderiere Workshops, erstelle Lösungsdesigns und Kostenübersichten. Wenn es wirklich tief technisch wird, kann ich mich stets auf unser Team verlassen.

Wann und wie genau hast Du den Berufsweg des Atlassian Consultants eingeschlagen? Muss ich dafür studiert haben?

Kurz gesagt: Atlassian Consultant kann man nicht studieren. Mein Ausbildungsbackground hat nur ganz am Rande etwas mit Informatik zu tun gehabt. Das war Anfang der 2000er, als das Internet noch Neuland war. Aber es lässt sich alles auch später noch lernen. Umso eher, je überzeugter man von einer Sache ist. Jedenfalls sollte ich Jahre nach meinem Studienabschluss als Projektleiter in meiner damaligen Arbeitsstelle die interne Kommunikation mit „schicken Tools“ verbessern – ungelogen, das stand so wortwörtlich im Projektauftrag des Geschäftsführers. 

Und so bin ich im Rahmen dieses Evaluierungsprojekts zum ersten Mal überhaupt mit Confluence sowie auch mit Atlassian selbst und seiner Unternehmenskultur in Berührung gekommen. Ich war sofort begeistert. Ein halbes Jahr nach Einführung von Confluence als Intranet-Lösung hab ich dann in einem Folgeprojekt auch Jira eingeführt. 

Seitdem war mir klar, dass ich hauptberuflich nur noch mit diesen Tools arbeiten möchte. 2016 habe ich meinen Wunsch durch einen Wechsel des Arbeitgebers verwirklicht und bin seitdem beratend und umsetzend im Atlassian Kontext unterwegs.

Und warum Atlassian? Was begeistert dich als Berater an der Atlassian-Welt mit ihren Produkten und was macht diese so attraktiv für Kunden?

Wenn ich jetzt mal speziell an Jira denke, Atlassians Aushängeschild, dann bekommt der Kunde ein sehr flexibles Produkt, welches er an nahezu alle Bereiche und Prozesse seines Unternehmens ohne viel Aufwand anpassen kann – und das zu einem vergleichsweise sehr günstigen Preis. Dazu kann man die Produkte mit der Software von Drittherstellern (sogenannte Apps oder Add-ons) nahezu unbegrenzt funktional erweitern. 

Anders als bei vielen anderen Herstellern in diesem Segment, kauft man also nicht für teuer Geld einen Sack voll Funktionen, von denen dann 80-90% nie genutzt werden, sondern nur exakt das, was für die Organisation benötigt wird. Aus Sicht der Anwender sind die Tools (allen voran Confluence und Jira) überaus intuitiv und einfach zu verstehen. Als Unternehmen erleichtert mir das die Einführung und verringert Kosten für Schulungen.

Was ist das beste am Arbeiten als Atlassian Consultant? 

Ich würde sagen, das Beste an meinem Job ist, dass man nicht einfach bloß ein neues Tool beim Kunden einführt. Sehr oft geht damit auch ein Kulturwandel, ein Schritt hin zu mehr Transparenz und Offenheit einher. Diese Transition, dieses Umdenken beim Kunden zu beobachten und zu begleiten, ist eigentlich mit das Spannendste. Und was soll ich sagen: Gerade bei Meelogic arbeitest du mit den tollsten Kollegen gemeinsam im Team.

Die Zertifizierungen von Atlassian meistern

Durch deine gerade erfolgreiche vierte Zertifizierung bist Du jetzt Atlassian Certified Master kurz ACM. Braucht man eigentlich diese Qualifikationen? Reicht es nicht wenn ich mir das Wissen angeeignet habe?

Als Atlassian Consultant, der für einen Atlassian Full Service Partner arbeitet, sind zwei Zertifizierungen nötig, um ausreichendes Wissen über die Tools nachzuweisen. Es ist nicht zwingend notwendig, dass diese Zertifizierungen vorliegen, bevor jemand zu arbeiten beginnt. Man sollte sich dann für die Prüfungen vorbereiten, während man im Team Projekte unterstützt und dabei erste Praxiserfahrung sammelt.

Der ACM ist bei mir dagegen eher ein „Nebenprodukt“. Man erhält ihn mit der vierten Zertifizierung automatisch. Zuerst hatte ich 2016 die Zertifizierung zum „Confluence-Administrator“ und als zweites die zum „Jira-Administrator“ abgeschlossen. 

Zwei weitere Zertifizierungen habe ich freiwillig gemacht. Da ich die Aus- und Weiterbildung unseres Teams verantworte und hier die Kollegen bestmöglich unterstützen will, waren die Zertifikate zum „Service Desk Admin“ und zu „Agile Development with Jira Software“ dazu gedacht mir ein Bild davon zu machen, welche Anforderungen Atlassian hier stellt. 

Wie schafft man das denn alles innerhalb eines vollen Arbeitsalltags?

Als Atlassian Partner brauchen wir entsprechend qualifizierte Kolleginnen und Kollegen. Daher bekommen sie die notwendige Zeit zur Vorbereitung innerhalb ihrer vertraglich vereinbarten Arbeitszeit zur Verfügung gestellt. 

Gelegentlich kann es auf Kundenwunsch vorkommen, dass wir außerhalb der normalen Arbeitszeiten oder gar am Wochenende tätig sind. Dafür gibt es aber einen entsprechenden Ausgleich. Vor allem helfen wir uns gegenseitig im Team, das macht es alles leichter. 

Das Atlassian Consulting Team von Meelogic in Stuttgart

Was war dein Erfolgsrezept? Wie viel Aufwand bedeutet so eine Prüfung? Und ist viel Erfahrung als Berater oder Beraterin nötig, um ein Zertifikat zu erhalten?

Der Aufwand hängt stark von deiner Erfahrung mit den jeweiligen Tools ab. Als ich 2016 die Confluence-Admin Prüfung gemacht habe, hatte ich bereits vier Jahre Erfahrung im Umgang mit dem Tool. Zwei Wochen Vorbereitung haben mir gereicht, im ersten Versuch knapp zu bestehen.

Kollegen, die als Berufs- oder Quereinsteiger diese Erfahrung noch nicht haben, arbeiten ein halbes Jahr unterstützend in Projekten mit. Parallel dazu bereiten sie sich konkret auf die Prüfungen vor, deren Inhalte recht klar definiert sind. Die Prüfungen sind für jeden gedacht, der intensiv mit den Tools arbeitet. Mit der Zertifizierung weist du dein Wissen im Umgang mit dem jeweiligen Tool nach. Und das kann man lernen, entweder gezielt, um die Prüfung zu bestehen oder nebenher on the job. 

Die Prüfung selbst ist ein multiple choice Test auf Zeit, bei dem du mindestens zwei Drittel der Fragen richtig beantworten musst. Den Test kannst du online oder vor Ort in einem speziellen Test-Zentrum machen.

 

“Don’t just survive. Thrive!” – David über die Zukunft bei Meelogic

Wo stehst Du heute als Atlassian Consultant im Gegensatz zu deinen Anfängen? 

Bei meiner ersten Teilnahme an der Atlassian User Group Cologne hörte ich einen der Vortragenden sagen: “Don’t just survive. Thrive!”. Das hab ich mir seitdem zu eigen gemacht und es passt einfach super! 

Ich musste dazu meine Comfort Zone verlassen und meinen Arbeitgeber wechseln – eine nicht gerade unriskante Entscheidung, aber ich bin beruflich und persönlich dadruch ein ganzes Stück gewachsen. Rückblickend würde ich sagen, hat mich diese Entscheidung selbstständiger, selbstbewusster, aber vor allem auch selbstbestimmter gemacht. 

Heute würde ich mich in unserem Team eher als den Allrounder oder als eine Art Architekten bezeichnen, der sich im gesammten Atlassian-Mikrokosmos von A wie Agile bis Z wie Zero-Downtime recht gut auskennt. 

Und wie geht es jetzt weiter?

Aktuell ist durch den Merger mit GlobalLogic im Hinblick auf unser Atlassian-Business vieles im Umbruch. Ich denke, das darin ein riesen Potential für uns besteht. Schon heute erlaubt es unser Partner-Status Lizenzen weltweit zu vertreiben. 

Unterstützt von den Resourcen und Möglichkeiten innerhalb einer GlobalLogic wäre es durchaus denkbar, neben dem Lizenzgeschäft auch unsere Dienstleistungen schon sehr bald in anderen europäischen Ländern und Nordamerika anzubieten. Gerade der Markt in UK und Canada wäre für uns sehr interessant: Starke Nachfrage, wenig Partner. Meine Aufgabe besteht nun darin, unser Thema in die GlobalLogic hinein zu tragen und hier langfristig zu etablieren. 

Dafür könnten wir übrigens noch Unterstützung gebrauchen. Wer sich also mit dem Gedanken trägt beruflich etwas in diese Richtung zu verändern, ist immer herzlich willkommen mal bei uns reinzuschnuppern. 

Danke für das Interview, David!